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100 Jahre Sportverein Wangen e.V.

„Frisch auf!“ so nannte sich vor 100 Jahren ein Radsportverein, der am 25. August 1912 in Wangen gegründet wurde und aus dem heraus sich der Sportverein Wangen e.V. entwickelt hat. Ziel und Zweck der Radbegeisterten, die zum deutschlandweiten und weltweit größten Radsportverband, zum 1896 in Chemnitz gegründeten Arbeiter-Radfahrerbund-Verein „Solidarität“  gehörte, war das „Miteinander und Füreinander einstehen“. Schon der Name dokumentiert, das man sich hier eher der Arbeiterbewegung zugehörig fühlte, als dem bürgerlichen Sportlern. Die Arbeiter konnten sich nun Radl leisten, und wollten ihren Mitgliedern unter anderem „Hilfestellung beim Kauf von Fahrrädern“ leisten, kann man im Beitrag von Anton Brunner im achten Band der Stadtgeschichte Starnberg nachlesen. „Die roten Radler“ legten mehr Wert auf Körperkultur, Körperbeherrschung und auf gemeinschaftliches Erleben als auf Radrennen und pflegten den Kunstradsport.

Die Nationasolzialisten verboten die „Solidarität“ im Mai 1933. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verband neu gegründet, in Wangen unter dem Namen „Rad- und Kraftfahr-Verein Solidarität“ mit Matthias Gebhart als Vorsitzendem. Der Verein kaufte die ehemalige Baracke des Reichsarbeitsdienstes an, die auf ein Gemeindegrundstück gesetzt wurde, um eine Möglichkeit für das Kunstradeln und Radballspiele zu schaffen. In den 50er Jahren erwarb der Verein den Grund, auf dem 1972 eine große Sport- und Mehrzweckhalle von der Gemeinde errichtet wurde, die 1974 eingeweiht werden konnte. Inzwischen hatten die Wangener beschlossen, aus der „Solidarität“ auszutreten und sich dem Bayerischen Landessportverband angeschlossen, weil man wesentlich mehr Sportarten anbieten konnte. Kinderturnen, Damengymnastik, Aerobic, Skigymnastik, Volleyball, Hallenfußball und Tischtennis, auch Judo und Mutter-Kind-Turnen standen auf dem Stundenplan.1973 erhielt der Verein einen eigenen Fußballplatz, auf dem seitdem Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene bolzen und Verbandspiele austragen. Der SV Wangen, der 400 Mitglieder zählt, ist heute vor allem mit seiner Skiabteilung erfolgreich.

Dieser (hierfür gekürzte) Artikel erschien am  9. Mai im Starnberger Merkur

Über den Autor

Astrid Amelungse-Kurth (aak)

freie Journalistin mit Schwerpunkt Kunst, Kultur, Historisches, Tradition und Vermischtes

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