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100 Jahre Starnberg – Musica Starnberg auf der Seebühne

Schon der Probenplan ist von beeindruckender Länge: Ehe die Musica Starnberg am 21. Juli auf der Seebühne im Wasserpark ihr großes Open-Air-Konzert zur Stadterhebung vor 100 Jahren geben wird, dürften die etwa 180 Sängerinnen und Sänger (inklusive Kindern) fast zwei Dutzend mal geprobt haben.

Wenn es so weit ist, werden die Starnberger von einem Orchester und dem Kammerchor Schwabmünchen verstärkt sein – ein Opus magnum in jeder Hinsicht. Unter der Leitung von Ulli Schäfer (Orchester) und Tobias Burran-Drixler (Orchester) sollen bis zum Sommer  die „Simple Symphony“ von Bejamin Britten, die „Pomp and Circumstance Marches“ (I und IV) von Edward Elgar und – gleichsam als dramaturgischer Höhepunkt – die „Cantiones profanae“ aus den „Carmina Burana“ von Carl Orff einstudiert werden. Geplant sind insgesamt drei Konzerte, außer dem auf der Seebühne noch eines im Prälatenstadel Schäftlarn (dort begeht man die 1250 Jahr-Feier) und eines am Ort des Partner-Chors Schwabmünchen.

Das Gymnasium Starnberg hat für die Proben die Aula und den Musiksaal zur Verfügung gestellt – die Verbindung zwischen der Schule und der Musica Starnberg ist traditionell sehr eng: „Uns gibt es schon länger als die Stadt Starnberg“, sagen die Chormitglieder nicht ohne Stolz. Der 1901 gegründete Verein, der sich erklärtermaßen die „Erarbeitung und Aufführung großer geistlicher Werke für Chor und Orchester“ auf die Fahnen geschrieben hat, geht auf die einstige „Starnberger Liedertafel“ zurück, die sich bereits 1906 mir der „Orchestervereinigung Starnberg“ zusammenschloss. Besonderheit des Vereins unter aktuellem Vorsitz von Dominik Gehlen ist es bis heute, dass man sowohl Chor als auch Orchester stets aus den eigenen Reihen stellte – nur für den spektakulären Auftritt auf der Seebühne hat man sich diesmal gesangliche Verstärkung geholt, denn man muss sich im Juli auf dem See womöglich gegen auch eine gewisse „natürliche Lautstärke“ behaupten – doch gesungen wird bei (fast) jedem Wetter: „Nur wenn es direkt ein Gewitter mit Blitz und Donner geben sollte, würde die Seebühne aus Sicherheitsgründen gesperrt“, sagt der 2.Vorsitzende Erdmann Unger.

Erwartet werden allein auf dem Gelände des Wasserparks (Strandbad) zirka 1500 Besucher – wer von den Grünflächen aus, die zwischen Nepomuk-Brücke und Bundeswehr-Gelände liegen, etwas vom Konzert mitkriegen will (um sich womöglich den offiziellen Eintrittspreis zu sparen), der braucht halt akustisch ein bisschen Glück: Je nachdem, ob es windet und in welche Richtung, könnte der Riesen-Chor durchaus auch in Percha noch zu hören sein, nur optisch bekäme man von der Seite und aus einer gewissen Entfernung wohl nicht ganz so viel mit. Die beiden aus Laien bestehenden Chöre werden bei ihrem Auftritt von drei professionellen Solo-Stimmen begleitet: der Sopranistin Roswitha Schmelzl, dem Tenor Sibrand Basa und dem Bariton Christian Eberl – offiziell sind die „Cantiones profanae“ für diese Stimmen sowie „gemischten Chor, Männerchor, Kinderchor und großes Orchester“ geschrieben. „Auch Max Frey wäre heute hier, wenn er nicht erkrankt wäre“, berichten die Probenden von weiterer hochkarätiger Verstärkung: Frey, der einst auch am Gymnasium Starnberg als Lehrkraft tätig war, ist Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Theater München und gilt als einer der renommiertesten Chorleiter überhaupt im deutschsprachigen Raum. Eines scheint jetzt schon gewiss: Künstlerisch verspricht der 21.Juli der absolute Höhepunkt des Starnberger Jubiläumsjahres zu werden, ein Gesamtkunstwerk aus Chor, Orchester, See  und Alpenkulisse.

Über den Autor

Thomas Lochte (tlo)

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