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Altes Testament zum Mitmachen: "Arche Noah"

Die Kinder hatten ihre helle Freude an dieser Sintflut - die im Rahmen des „Kleinen Sommerfestivals“ gezeigte „Arche Noah“ der Puppet Players war Altes Testament zum Mitmachen.

Schon die Vorarbeiten erreichten sozusagen „biblische Ausmaße“: Rund um die eigentliche Bühne wurde ordentlich gewerkelt, eine Arche zusammengesetzt und später auch noch beladen: Unter Zuhilfenahme eines kleinen Seilzugs nebst vielen „Hau-Ruck“-Rufen der Kinder gelangte der notwendige Proviant an Bord. Die begeisterten Kleinen standen regelrecht Schlange bei dieser Form von tätiger Flut-Hilfe, die Erzählerin Margit Findl musste nicht lange um Unterstützung bitten. Knapp 200 Besucher hatten sich zu dieser Matinee in der Remise von Schloss Fußberg eingefunden, und damit auch die nicht direkt mitwirkenden Kinder alles mitkriegten, wurden eifrig Stühle gerückt für freie Sicht.

Denn schon wartete auf Noah und seine Lieblingsgans die erste Aufgabe – alle Tiere mussten vor der kommenden Flut gewarnt und paarweise überredet werden, an Bord der frisch gebauten Arche zu gehen: Die Hasen und die „Gautinger Wuidsau“ fügten sich zwar, aber der von den Kindern mit großem Geschrei begleitete Papagei zwickte vorher noch die geschäftig schnatternde Gans mit dem teleskopartig ausfahrbaren Hals in den Bürzel – es ging zu wie in manchen echten Flut-Gebieten. Fast nicht geschafft bis zum großen Regen  hätten es übrigens „Herr und Frau Schildkröt“, aber mit Flötenspiel und lautstarker Anfeuerung der Jüngsten im Publikum gelang auch ihnen das Überleben.

Die drei „Puppet Players“ (Susanne Forster und Stefan Fichert agierten zumeist hinter der Bühne) gestalteten das schwere alttestamentarische Thema kindgerecht und gewohnt fantasievoll – entzückend die praktischen Details der nach „Bauplan“ gezimmerten Arche samt Flaschenzug, die Charakterisierung der einzelnen Tiergattungen und ihrer Futter-Gewohnheiten: die „Wuidsau“ etwa bevorzugt Kartoffeln; der Hase Gelbe Rüben, der Löwe am liebsten mal wieder Hasenbraten, doch halt, ruft Noah: Kein Tier darf ein anderes verspeisen, denn es geht ums gemeinsame Überleben! Alles geht soweit gut, denn die Kinder helfen wieder mit und rufen: „Oh ihr Fluten, haltet ein / Und lasst der Not ein Ende sein!“ Als darauf die Taube ausgesandt wird und mit einem frischen Ölzweig im Schnabel zurückkehrt, ist schließlich Land in Sicht! Die Fluten sinken wieder, die „Wuidsau“ hat inzwischen Nachwuchs, und der Hase fängt fröhlich an zu reimen: „Komm liebe Hasenfrau, wir baun einen Hasenbau / Und fressen wieder Rüben - die wachsen gleich da drüben!“ Trotz  lärmender Landnahme durch die Überlebenden kam auch der Gedanke vom sorgsamen Umgang mit der Natur bei den „Puppet Players“ nicht zu kurz, und die Kinder erhielten als Symbol und Dank für ihre Mitwirkung einen Regenbogen. Kann Bibel unterhaltsamer sein?

Über den Autor

Thomas Lochte (tlo)

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