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Anarchie der Farben?

Eine Explosion der Farben scheint in den Gängen der gediegenen Seeresidenz in Seeshaupt stattgefunden zu haben: „Farbe!“ lautet der programmatische Titel der aktuellen Ausstellung von Marion Kausche, die am vergangenen Wochenende eröffnet wurde.

Man darf wohl davon ausgehen, dass sich die diplomierte Innenarchitektin, die seit 2004 als freischaffende Künstlerin arbeitet und ein Atelier in der Gautinger Reismühle hat, durchaus mit der Wirkung der Farben auf die menschliche Psyche auseinander gesetzt hat, nicht nur mit Farbnuancen und Kontrasten, auch mit Farbklängen und Farbstimmungen. Umso erstaunlicher ist ihr scheinbar unbekümmert-lustvolles und experimentelles, beinahe anarchisches Spiel mit Farbtöpfen und Pinseln, bei dem wohl auch Stifte, Kreiden, Schwämme und Hände mit von der Partie sind. Es gibt Leinwände, auf denen die Künstlerin einfach Farbe neben Farbe gesetzt hat, eine nach der anderen, als hätte sie das Farbenmischen ganz neu für sich entdeckt.

Aber Marion Kausche ist eben keine Dilettantin und auch keine Grenzgängerin. Sie schöpft beim Malen aus der Intuition, aus einem sicheren Farbempfinden und mit Sicherheit auch aus Erfahrung und Routine. Die Bilder von Marion Kausche tragen keinen Titel, sie entstehen in Mischtechnik auf Leinwand oder auf Papier, sie sind gänzlich ungegenständlich und ohne räumliche Tiefe. Sie bestehen einzig und allein aus Farbflächen und Flecken, die nebeneinander und übereinander liegen, zuweilen wie ein Flickenteppich mit farbigen Strichen und Pinselspuren „zusammengenäht“ sind. Sie sind überbordend bunt und fröhlich, sie sind großzügig und impulsiv, aber sie tun nicht weh, sie sind spannungsvoll und sie sind ungemein dekorativ: In letzter Konsequenz sind sie doch wohlkomponierte und harmonische, sinnlich-schöne Stimmungsbäder.

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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