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Bach und Söhne: Weihnachtskonzert in St. Benedikt

Es ist eine gute Tradition: das Weihnachtskonzert der Musikfreunde Gauting in der Pfarrkirche St. Benedikt am zweiten Weihnachtsfeiertag. In diesem Jahr waren die Erwartungen besonders hoch, schließlich hat die Orchestervereinigung nach dem plötzlichen Tod von Ulrich Weder nun wieder einen festen Dirigenten. Dorian Keilhack, geboren 1967 in Erlangen, stand bereits als Gast mehrmals am Gautinger Dirigentenpult und gab nun erstmals als ständiger musikalischer Leiter seine Visitenkarte ab.

Um es gleich vorwegzunehmen: der Generationenwechsel ist in Gauting überragend gut gelungen. Unter der Leitung von Dorian Keilhack boten Chor (Einstudierung und Leitung: Johannes Schachtner), Solisten und Orchester ein überraschend junges, schlankes Weihnachtskonzert. Unter dem Motto „Bach und Söhne“ – der Wechsel der Generationen stand also schon im Programm – kam neben Werken  von Wilhelm Friedemann und Johann Christian Bach als Höhepunkt des Konzerts das Magnificat von Johann Sebastian Bach zu Gehör, das dieser für das erste Weihnachtsfest komponierte, das er in Leipzig verbrachte. In Gauting war die zweite Fassung in D-Dur zu hören, mit den in der Urfassung eingeschobenen Weihnachtssätzen „Vom Himmel hoch“, „Freut euch und jubilieret“, „Gloria in excelsis Deo“ und „Virga Jesse floruit“. Chor und Solisten präsentierten ein sehr festliches, zwischen euphorischem Jubel und meditativer Innigkeit den Raum sicher ausschreitendes Magnificat.

Susanne Winter ist den Gautingern schon lange wohlbekannt und überzeugte einmal mehr mit ihrem klaren, geschmeidigen Sopran, mit dem sie der Bachschen tiefen Religiosität unmittelbar Ausdruck verleiht. Christine Kleins Alt ist nicht minder ausdrucksstark und von großer Herzenswärme geprägt. Die mit Abstand Jüngste unter den Solisten war die 23-jährige Rebekka Bigelmayr, Schülerin von Susanne Winter, Mezzosopran und bereits erstaunlich reif in ihrem stimmlichen Ausdruck und ihrer Gestaltungsfähigkeit. Richard Reschs Tenor ist von fast jungenhafter Impulsivität, schlank und kraftvoll. Und Raphael Sigling gestaltete seine Basspartien akzentreich und charaktervoll. Schon im „Te Deum“ von Johann Christian Bach bewiesen Chor und Solisten musikalische Dialogfähigkeit, was sich im Magnificat fortsetzte. Hier überraschte der Chor mit großer Ausdrucksstärke und einem unter die Haut gehenden „Sicut locutus est“.

Die Orchestervereinigung zeigte sich als kraftvoller, sensibler Klangkörper, der sowohl über ausgezeichnete solistische Stärken verfügt wie auch als Ganzes brilliert. Auch hier fällt ein junger, schlanker Charakter auf, der zum neugierigen Zuhören geradezu zwingt. Und so kehrten, nach einem runden Konzertabend voll Überraschungen und voll großem musikalischen Genuss, die Gautinger reich beschenkt zurück in ihre Weihnachtsstuben, voll Vorfreude auf das neue Konzertjahr der neu und gut aufgestellten Musikfreunde.

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www.musikfreunde-gauting.de

 

Über den Autor

Sabine Zaplin (sz)

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