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Benefiz-Konzert in der Remise Oberpfaffenhofen

„Es wird immer mehr, das kannst du allein gar nicht mehr stemmen“, stellt Eric Berthold in einer Mischung aus Freude und Erschöpfung am frühen Sonntagabend fest. Die von ihm mittlerweile zum sechsten Mal organisierte „Before Christmas Session“ in der Remise neben dem Gasthof „Plonner“ ist für den Wesslinger Ortsteil zu einem absoluten Renner geworden:

Von zwölf Uhr mittags bis Mitternacht treten hier in loser Folge rund 80 Musiker auf, angefangen von den jüngsten Schülern der „Acoustic Corner“-Musikschule über etliche Musiklehrer bis hin zu echten Profis aus Brasilien und den USA. Die Idee, Jahr für Jahr ein großes, familiäres Musikertreffen zu veranstalten und den Erlös an die „Lebenshilfe Starnberg e.V.“ zu spenden, hatte Berthold schon 2007 – und seitdem hat er einfach immer mehr Unterstützer gefunden: Alle Musiker spielen umsonst, und die Freunde vom „Plonner“ nebenan sperren extra ihre Wirtschaft zu, um mit einem improvisierten Stand für Speis und Trank zu sorgen: Die aus allen Nähten platzende Remise ist an diesem Abend zumindest in Oberpfaffenhofen schlicht „the place to be“ - Kind und Kegel drängen sich drinnen vor der improvisierten Bühne und rund um den ebenfalls improvisierten Weihnachtsbaum, an Tischen oder auch stehend.

Gegen 17 Uhr passen gar nicht mehr alle in den Raum hinein, und manche müssen von draußen zuhören, wie Zane Cherron (USA) und John Scrivo (Brasilien) Gitarrenklassiker spielen: „A Horse With No Name“ und „Shadows On My Mind“ wärmt die Seele. Gerade noch gab es zu Harfen-Klängen Weihnachtslieder von Schülern, und schon bald werden einige Lehrer als „Password Monkey“ zu hören sein.

„Die drei Bürgermeister habe ich leider nicht bekommen diesmal“, sagt Eric: Terminprobleme! Unter dem Pseudonym „Schi-Wa-Gu“ (für Schiller, Walter, Gum) bilden die Rathauschefs von Herrsching, Gilching und Seefeld seit einiger Zeit eine Art Country & Western-Formation, die auch schon öffentlich aufgetreten ist. Vielleicht im nächsten Jahr wieder? Berthold darf sich statt dessen über die „Technik-Profis“ freuen, die wieder mal völlig selbstlos dafür sorgen, dass einen ganzen Tag lang alles klappt mit dem Sound.

150 Schüler und 15 Lehrer hat „Acoustic Corner“ inzwischen, nicht gerechnet Schüler-Eltern, Schüler- Großeltern, Musiker-Freunde, Sympathisanten, und Oberfaffenhofener „Patrioten“– das „akustische Eck“ macht seinem Namen heute wirklich alle Ehre, die Besucher erobern sich beim Plaudern, bei Kaffee, Bier und Bratwurstsemmeln sogar ein Stück Straße, alles ist friedlich, alles für den guten Zweck: Die Leute fühlen sich offenkundig wohl und spenden großzügig. Später wird es noch Klezmer, Rock und sogar Punk mit der Gruppe „Lüftungsschacht“ zu hören geben. „Dann wird’s wohl laut“, ahnt Eric Berthold, der zwei Monate auf diese Benefiz-Session hin gearbeitet hat. „Vielleicht schaut auch noch der Martin Schmitt vorbei - der wohnt in Oberpfaffenhofen“ sagt Eric. Dem Klavier-Entertainer haben sie jedenfalls ein E-Piano bereit gestellt.
Nichts scheint unmöglich für den Vater der guten Idee: Er ist ein wenig erschöpft, aber glücklich. Seine Christmas Session rockt, schon zum sechsten Mal.

www.acousticcorner.de

Über den Autor

Thomas Lochte (tlo)

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