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Filmtipp: "Das Mädchen Wadjda"

Einen saudiarabischen Film bekommt man in Europa noch immer äußerst selten zu sehen – umso bemerkenswerter ist es, wenn eine Regisseurin aus diesem von Männern dominierten Land einen emanzipatorischen Film abliefert: Haifaa Al Mansours Debüt „Das Mädchen Wadjda“ erzählt die Geschichte einer kessen Elfjährigen, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Fahrrad – und damit ein Stück Mobilität und Selbstbestimmtheit.

Bei der Weltpremiere 2012 in Venedig und beim diesjährigen Fünf-Seen-Film-Festival sorgte der Film für einiges Aufsehen – nun ist er für den „Oscar“ im Wettbewerb um den besten nicht-US-amerikanischen Film nominiert. „Das Mädchen Wadjda“ beschreibt nicht nur den Traum eines kleinen Mädchens, sondern ganz nebenbei auch den Alltag der Frauen im von der Scharia geprägten Saudi-Arabien: Sie dürfen nicht selber Auto fahren, und sogar Fahrrad fahrende Mädchen sind verpönt. Frauen brauchen als Verheiratete fürs Ausgehen die schriftliche Erlaubnis des Ehemannes, müssen verschleiert bleiben. Wadjdas Mutter (Reem Abdullah) verlässt kaum das Haus, sie ist auf ein Sammeltaxi samt despotischem Fahrer angewiesen, wenn sie zur Arbeit fahren muss. Daheim „darf“ sie zwar Essen und Tee zubereiten, wenn ihr Mann Besuch empfängt, aber das Tablett stellt sie vor der „Wohnzimmertür“ ab, ehe sie sich in die Küche zurückzieht: Frauen sollen nicht in Erscheinung treten. Ihrem Mann ist es hingegen gestattet, noch mit einer weiteren Frau ganz offiziell und öffentlich Hochzeit zu feiern.

Wadjda (Waad Mohammed) aber entzieht sich der „Religionspolizei“ auf ihre pfiffige Weise und verfolgt ihre Ziele mit kreativen Mitteln: Um das Geld fürs Fahrrad zusammen zu bekommen, nimmt sie in der Schule an einem Koran-Wettbewerb teil...
„Das Mädchen Wadjda“ läuft noch bis Mittwoch, 9.10., im „Breitwand“-Kino Starnberg.

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Eine weitere Rezension zum Film, der auch auf dem Starnberger FSFF 2013 lief, finden Sie im Blog der Kulturwelle5.

 

Über den Autor

Thomas Lochte (tlo)

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