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Fromme Helene und bremsige Emmi: Bauerntheater in Perchting

Wenn am Palmsonntag mittags um zwölf eine Fronleichnamsprozession mit Blasmusik über den Perchtinger Fußballplatz marschiert – dann können eigentlich nur die Theaterspieler des TSV dahinterstecken. Und richtig: Drinnen im Vereinsheim wird für die Premiere des Stücks „Die fromme Helene“ geprobt: Ein Schwank um eine Pfarrersköchin, die erst zwangsweise aufs Altenteil geschickt wird und dann auf einmal die wichtigste und umschwärmteste Person im Dorf ist.

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„Ende zwoater Akt, kurze Besprechung, dann gehts weida“, sagt Spielleiter Dieter Fischer. Das Mittagessen muss noch ein bissl warten. Beim letzten Mal sei sie besser gewesen, „vui bremsiger“, kritisiert er Gittl Feldmeier, der Pfarrer draußen auf dem Fußballplatz singt ihm zu leise und Edith Rothdauscher in der Titelrolle hat bei dieser „Hauptprobe 1“ sogar noch einen Texthänger. Nicht zum ersten Mal wagt sich die Laienspielgruppe an ein Komödienstadel-Stück. Diesmal allerdings spielen sie sozusagen unter erschwerten Bedingungen: „Ich kenne jede Silbe des Textes“, sagt Dieter Fischer, der das Stück erst im vergangenen Jahr im Komödienstadel selbst gespielt hat, „und ich leide mit jedem Schauspieler mit“. BR-Autorin Cornelia Willinger hat es ihm und seiner Schauspielerkollegin Heide Ackermann sozusagen auf den Leib geschrieben. Gerade bei Christian Dreyer, der den Wirt Hans Steiger spielt – also seine eigene Rolle – sei er besonders kritisch: „Aber ein anderer Schauspieler gibt der Rolle halt eine andere Farb“, sagt Fischer. Wieder hat der professionelle Schauspieler, der in Aschering lebt und seinen Perchtingern als Spielleiter über die Jahre treu geblieben ist, von den Laien Höchstleistungen verlangt: „Es war ein Wagnis, weil man bei diesem Stück auf den Text vertrauen muss und weniger Platz für Klamauk ist.“ Und auch wenn er bei dieser vorletzten Probe Szenen wiederholen lässt und die Aussprache der Schauspieler korrigiert, so ist er doch hoch zufrieden mit der Leistung seines achtköpfigen Ensembles: „Es schmeckt guat“, hat er schon am Tag vorher seine Einschätzung abgegeben. Und – so viel sei schon verraten – damit liegt er durchaus richtig. Neben Edith Rothdauscher in der Titelrolle, Christian Dreyer als Wirt Hans Steiger und Gittl Feldmeier als seine Frau Emmi sind in weiteren Rollen zu sehen: Bernd Habich, Luis Sepperl, Peter Küchler, Steffi Reichert und Wolfgang Steiger.

Die Premiere von "Die fromme Helene" findet am Ostersonntag, 31.3., um 20 Uhr im Sportheim Perchting statt.

Die weiteren Spieltermine sind: 5.4., 6.4., 12.4., 13.4., 17.4., 19.4., 20.4., 26.4. und 27.4. jeweils um 20 Uhr sowie am 7.4. und am 14.4. jeweils um 18 Uhr. Kartenvorverkauf bei Marianne Gröger unter 08151-16260 jeden Montag, Dienstag und Mittwoch in der Zeit von 17.30 bis 20.00 Uhr. Die bestellten Karten können im Sportheim Perchting donnerstags von 19 bis 20 Uhr und sonntags von 10.30 bis 12 Uhr abgeholt werden.

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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