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Froschsuppe und Frauenbad am Ufer der Würm

„Von Licht und Wasser, Mensch und Tier“ heißt die aktuelle Ausstellung von Ernst Grünwald und Christian Trampler-Benzinger in der Galerie der Kreissparkasse in Starnberg.  Für „Licht und Wasser“ ist der Maler Christian Trampler-Benzinger zuständig, für „Mensch und Tier“ der Bildhauer Ernst Grünwald.

Christian Trampler-Benzinger wurde 1950 in Schwerin geboren. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Grafik-Designer, bevor er bei Franz Nagel an der Münchner Kunstakademie studierte. Heute lebt er in Stockdorf und lässt sich von langen Spaziergängen an der Würm zu seinen Bildern inspirieren. Seine ruhigen Landschaften brauchen keine dramatischen Wolkenformationen und keinen blauen Himmel, eigentlich brauchen sie fast nie einen Himmel oder einen Horizont. Der Maler findet seine Motive sozusagen auf dem Boden: am Ufer, im Schilf oder sogar im Schlamm. Ihn interessieren die Spiegelungen auf dem Wasser, das Schwemmholz, das Laub, die Reste des schmelzenden Schnees im Frühjahr. Durch die Konzentration auf winzige Ausschnitte aus der Wirklichkeit und deren stark vergrößerte Umsetzung mit grobem Pinsel und Spachtel auf dem Papier entstehen Verfremdungen an der Grenze zur Abstraktion: unpathetische Bilder,  beinahe meditative Erinnerungen an das Gesehene und Erlebte.

Ernst Grünwald, der 1956 in München geboren wurde und nach einer Bronzegießerlehre an der Münchner Akademie Bildhauerei bei Erich Koch studierte, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Ammerland, scheinbar völlig unbeirrt vom hektischen und marktschreierischen Getriebe des Kunstmarkts. Seine Arbeiten sind stets gegenständlich und naturalistisch, dabei nicht selten von einer leisen Ironie. Die „Froschsuppe“ und die Nackte im „Frauenbad“, beide in einem bronzenen Teller serviert, aber auch der bärtige Pan und die tauchende Ente sind durchaus humoristisch zu verstehen. Das Kinderportrait, die Schwangere, aber auch die beiden Hirsche sind sehr genau beobachtet und reduziert auf das jeweils Charakteristische. Die beiden schönsten Arbeiten aber stehen leider ein wenig versteckt in der Ecke: zart und voller Poesie eine wie in einen Kokon eingesponnene Frauenfigur und eine leichtfüßige Nike mit Blätterflügeln.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. November 2012 jeweils montags bis freitags von 8.45 bis 16 Uhr sowie donnerstags bis 19 Uhr zu sehen. Sonderöffnungen finden an allen Sonntagen von 14 bis 18 Uhr statt, die Künstler sind anwesend.

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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