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Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Starnberg e.V.

Mit einem Spagat zwischen E und U glänzte die Starnberger Stadtkapelle bei ihrem diesjährigen Frühjahrskonzert. 66 Mitwirkende auf der Bühne der Schlossberghalle bewiesen, dass die Bläser unter Leitung von Bernd von Hösslin sich inzwischen sehr weit nach oben wagen können, ohne Absturz gefährdet zu sein.

Dazu gehört eine gute Portion Mut aber auch das Selbstbewußtsein, das handwerkliche Können und die Zuversicht eines musikalischen Leiters, der seine Musiker querbeet durch die Generationen zu Höchstleistungen heraussfordert. „Es ist ein Wahnsinn was er mit uns macht“, fasste es Klarinettist Martin Rüeck in Anspielung auf ein hochkonzentriertes Probenwochenende mit 13 Stunden Höchstkonzentration zusammen. Die Mühe hat sich gelohnt, gemerkt hat man sie nicht. Das Konzert kam so leicht und beschwingt daher wie der Solist  Martin Hubner als veritabler Papageno. Er fing mit seinem Vogelkäfig sofort das Publikum ein und konnte die ersten Bravorufe zu Recht für sich verbuchen. Zur Belohnung gab es dann gleich eine Zugabe im Trench über der Ledernen. Mit Sonnenbrille und einem lässigen Schal um die Bariton-Kehle gab er den coolen Humphrey Bogart beim Casablanca Klassiker „As time goes bye“. Danach wagte sich die Stadtkapelle an Wagner heran. Noch etwas vorsichtig, aber sicher gaben sie Vorspiel und Brautchor vom Lohengrin zum Besten. Damit hat die Stadtkapelle den Sprung in die Liga der repräsentativen symphonischen Orchester geschafft. Sie können viel mehr, als nur mal zum Tanz aufspielen.

Nach der Pause dann die leichte Musik. Die „Windgang“ als Nachwuchsorchster machte ihrem Namen alle Ehre und brachte eine frische Brise mit herrlichen Klangwolken in den Stadtsaal. Furios dann die Zugabe zusammen mit der Stadtkapelle  und den herrlich sehnsüchtig melancholischen Melodien aus dem Film „Titanic“. Aufnahmereif waren auch die letzten drei Stücke und Zugaben, die Pacific Dreams, die Reise in die 20er Jahre mit der Dick und Doof Erkennungsmelodie und die Polka und Märsche mit denen das Publikum beschwingt nach Hause ging. Riesenapplaus und Vorfreude auf ein einmaliges Projekt für das gerade geprobt wird. Denn zum 100. Geburtstag studiert  Bernd von Hösslin mit seinen Musikern und den beiden Kirchenchören von St. Ulrich und St. Maria die fünfteilige Messe Missa Katharina von Jakob de Haan ein, die am 20. Oktober in St. Maria aufgeführt wird. Die Kostprobe, die schon mal zu hören war, verspricht mit seinen über hundert Musikern ein Konzertgenuss vom Feinsten.

(Dieser Artikel erschien auch im Starnberger Merkur)

Über den Autor

Astrid Amelungse-Kurth (aak)

freie Journalistin mit Schwerpunkt Kunst, Kultur, Historisches, Tradition und Vermischtes

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