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Hans Well blickt nach vorne: Wellbappn im Fünfseenland

Ein bissl schaut er so aus, als hätte er selbst diese Frischzellenkur gemacht: Hans Well strahlt wie ein neues Fuchzgerl, wenn er von der Schlagzeile in der „Schwäbischen Zeitung“ berichtet: „Wie die Biermösl nach der Frischzellenkur“, schrieb der Rezensent über die „Wellbappn“. Nach der Auflösung der legendären „Biermösl Blosn“ Anfang 2012 hat Hans Well zusammen mit seinen Kindern Sarah, Tabea und Jonas diese neue Formation gegründet.

Er hole sich jetzt das zurück, was er in den Musikunterricht der Kinder investiert hat, sagt er grinsend – aber das ist dann wohl eher schon wieder Kabarett. Um die siebzig Auftritte absolviert er allein in diesem Jahr mit den „Wellbappn“, vorzugsweise am Wochenende, denn die Kinder sind 21, 20 und 17 Jahre alt und gehen unter der Woche in die Uni oder in die Schule. Auch wenn die „Kinder“ beinahe täglich proben, so soll das Musikanten- und Kabarettistendasein doch in erster Linie Gaudi sein, nicht Knochenjob. „Wir fahren doch zum Spielen, nicht zum Arbeiten“, sagt er. So war es für ihn übrigens auch mit der „Biermösl Blosn“ – wenn man einmal von den letzten Jahren absieht: „Ein Auftritt ist Erholung.“ Oder eben eine Frischzellenkur?

Dieser „neue“ Hans Well blickt jedenfalls nach vorne: Wie eh und je schreibt er die Texte, wie eh und je muss er sie aber seinen Mitspielern vorlegen und sich ihrer Kritik stellen. Aber jetzt kann er endlich, so wie er es sich immer gewünscht hat, schnell reagieren, die Tagespolitik verarbeiten und praktisch sofort auf die Bühne bringen: eine Moritat über den Fall Mollath zum Beispiel oder ein Hochwasserlied. „Das spiel ich nicht“, muss er sich auch jetzt ab und zu anhören. Aber zuzuschauen, wie seine Kinder sich entwickeln, wie sie eigene Vorschläge machen, das findet er ausgesprochen reizvoll. Und wenn sie eigene Texte schreiben würden? „Das fände ich super!“ Hans Well und seine vierzehn Geschwister haben alle ein Instrument gelernt, sie alle haben daheim musiziert und gesungen. Er selbst glaubt nicht daran, dass man die Musikalität in die Wiege gelegt bekommt: „Es ist eine Frage der Erziehung. Wenn man ihm die Liebe zur Musik vermittelt und für Disziplin beim Üben sorgt, dann kann jedes Kind in einem Orchester mitspielen.“ Mit seinen eigenen Kindern hat es jedenfalls bestens funktioniert – zumindest die beiden jüngeren liebäugeln mit einem Musikstudium.

Auch die Liebe zur Natur und ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein hat Hans Well seinen Kindern mitgegeben: Jonas spart seine Gagen für ein Elektroauto und gemeinsam tüfteln Vater und Sohn an einer Solartankstelle. „Eine zukunftsorientierte Politik muss Vieles von dem umsetzen, was die ,Grünen’ seit jeher vertreten“, so seine Überzeugung. Bei der letzten Bundespräsidentenwahl schickten ihn die „Grünen“ als Wahlmann nach Berlin und mit Sepp Daxenberger verband ihn eine enge Freundschaft. Der Auftritt bei den Starnberger Grünen im Tutzinger Festzelt zusammen mit Urban Priol wird deshalb für die „Wellbappn“ ein ganz besonderer Termin sein. Politische Themen auf den Punkt zu bringen und sie in Kombination mit Volksmusik zu präsentieren, das hält auch der neue Hans Well für notwendig und nach wie vor für hochaktuell. Das junge Publikum, das jetzt die Säle füllt, in denen er mit den „Wellbappn“ spielt, ist Beweis genug.

Wer nicht mehr bis zum 19. Juli warten will, der hat am 28. Juni die Gelegenheit, die „Wellbappn“ bei der 140-Jähriges Gründungfest der Feuerwehr Breitbrunn zu hören. Karten gibt es bei der VR-Bank Breitbrunn oder unter den Telefonnummern: 08152-5643 oder 08152-3960444

Aktuellen Wellbappn-Termine finden Sie im Kalender der Kulturwelle5

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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