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Marianne Kneisl und Ursula Rakel in der Seeresidenz Alte Post in Seeshaupt

Seeshaupt - „Der Weg ist das Ziel“, könnte vielleicht über den Bildern von Marianne Kneisl ebenso wie über den Steinskulpturen von Ursula Rakel stehen, die seit dem Christihimmelfahrtstag zu einer Gemeinschaftsausstellung in den Galeriegängen der Seeresidenz Alte Post vereint sind: eine freundliche und lebensbejahende Ausstellung, die allerdings nicht an die sonst dort gezeigte künstlerische Qualität heranreicht.

Marianne Kneisl legt in der aktuellen Ausstellung zusammen mit ihrer Vita eine Laudatio aus, die ihr der bekannte Bildhauer Alf Lechner gehalten hat. Er bescheinigte ihr darin eine „erfreuliche Begeisterungsfähigkeit“, eine „Unbewusstheit“ und eine „kraftvolle Unbekümmertheit“. Die Malerin hat sich davon ganz offensichtlich in ihrem Tun bestärkt gefühlt. „Kreative Aktivitäten haben eine befreiende Wirkung auf die Psyche des Menschen“, schreibt Lechner weiter.

Marianne Kneisl experimentiert in ihrer Malerei mit natürlichen Pulverfarben und verschiedensten Materialien, unter anderem malte sie auch mit Kakao. Die meisten ihrer Bilder sind gegenständlich, Blumen und Landschaften, Gefäße oder Segelboote sind die Motive, aus denen sie ihre großzügigen und leuchtende Kompositionen entwickelt. Sie hat ein Gespür für schöne Farbklänge und eine gewisse Vorliebe für matte Grüntöne. Es sind Bilder, die zuweilen schwäremerische Titel tragen und aus denen die Freude ihrer Schöpferin beim Malen spricht.

Von der Liebe der Bildhauerin zu ihrem Material erzählen auch die Steinobjekte von Ursula Rakel. Sie sind aus Steatit, Kalkstein oder Marmor und sie werden nach ihren unterschiedlichen Farbnuancen benannt. Wenn die Herkunft und das Material unbekannt sind, so wird auch dies vermerkt. Ursula Rakel verändert die Form der Steine oftmals nur minimal, vielmehr legt sie den Schwerpunkt auf das sorgfältige Glätten der Oberflächen. Auch wo sie Öffnungen und Durchblicke schafft, beziehen sich ihre kleinformatigen Objekte weniger auf den sie umgebenden Raum, sondern wirken vielmehr in erster Linie wie Handschmeichler, die zu Berührungen einladen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Juli 2012 in der Seeresidenz Alte Post in Seeshaupt zu sehen.

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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