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Mobil Art: Die Bilder von Diana Lodi wollen Gassi gehen

„Mein Andy Warhol muss auch unter Menschen!“ Die Malerin Diana Lodi will weg vom Bierernst der Kunst, weg von den elitären Kreisen Münchner Galerien. Sie will die Kunst unter das Volk bringen und scheut sich nicht vor extravaganten Aktionen.

Dafür nimmt sie im Sommer schon mal ein Bild mit auf die Badewiese oder packt ihr Warhol-Porträt unter den Arm und stellt es resolut auf einen Biergartentisch. Sie hat sogar schon daran gedacht, sich ihre Bilder auf den Rücken zu schnallen und damit spazieren zu gehen. Pure Notwehr, weil die Galerien mit Hinhaltetechniken auf später und ins Ungewisse vertrösten? Weil Kunstausstellungen doch nur denselben  Freundeskreis anziehen, der genausogut in ihr Atelier kommen kann? Weil viele Menschen sich gar nicht trauen, in Galerien zu gehen? Die gelernte Grafikerin Diana Lodi, die an der Münchener Akademie ein Studium begann, sich aber dort nicht auf den Geschmack der Kunstprofessoren zurechtbiegen lassen wollte - „Das war mir zu viel Geklone“ - und deshalb das Studium abbrach, hilft sich mit witzigen Ideen. Und das, obwohl ihr durchaus bewusst ist, dass es auch „die Reizüberflutung“ ist, die selbst an ungewöhnlichen Orten dafür sorgt, „dass die Menschen Kunst kaum mehr beachten“. Diana Lodi gibt nicht auf. Weil sie malen muss - dieses Jahr waren es 90 Bilder - und weil sie davon überzeugt ist, dass ihre Bilder einfach gesehen werden wollen.

Seit fünf Jahren lebt sie in Feldafing in einem 300 Jahre alten Haus, das sie sich gemütlich hergerichtet hat. Mit einem lichten Atelier im Dachstübchen und einem kleinen Garten. Sie ist nach ihrem Umzug aus München auch gleich in den Kunstverein Roseninsel eingetreten, hat sich an diversen Ausstellungen beteiligt, hat Kunstkataloge im Eigenverlag hergestellt und hat nun über zwanzig Geschäfte in Starnberg angeschrieben, in denen sie ihre Aktion „MOBIL ART“ präsentieren will. Fünf Wochen lang zeigt sie im Einzelhandel Bilder aus diversen Schaffensperioden mit Motiven, die zum Geschäft passen. So hat eine Goldschmiede zugesagt, die ihre Version von Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" ausstellen wird, in Optik-Läden gibt es Porträts berühmter bildenden Künstler, die Brillenträger sind, und in einer Wirtschaft ein Stilleben aus Weintrauben und Weinglas. Fünf Geschäfte haben schon zugesagt, von weiteren 12 Geschäftsleuten erwartet sie noch die Zusage. Ihre zwischen figurativer und abstrakter Kunst angesiedelten Arbeiten, die mit Raumtiefen, Licht und Farbe spielen, werden ab Oktober fünf Wochen lang in Starnberger Geschäften zu sehen sein, und am liebsten wäre es der Malerin, wenn auch die Supermärkte irgendwann einmal mitmachen. Denn „Kunst ist geistige Nahrung“ und gehört zu den Lebensmitteln, findet sie. Im Winter wird sie mit „Roten Bildern gegen kalte Tage“ ankämpfen.

Der genaue Termin und die Geschäfte, in denen ihre Bilder ausgestellt werden, wird noch bekannt gegeben.

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http://dianalodi.npage.de

Der Beitrag erschien auch im Starnberger Merkur

Über den Autor

Astrid Amelungse-Kurth (aak)

freie Journalistin mit Schwerpunkt Kunst, Kultur, Historisches, Tradition und Vermischtes

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