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Mozarts Geburtstag im König-Ludwig-Salon im Bahnhof am See

Zu einer Geburtagsparty für Wolfgang Amadeus Mozart hatte Kulturveranstalterin Elisabeth Carr am Freitagabend in den „Wartesaal für allerhöchste Herrschaften“ im Starnberger Bahnhof gebeten. 

Das Wiegenfest des Komponisten jährt sich heuer zum 256. Mal, die Geburt der Klarinette zum ungefähr 312. Mal, das Entstehungsjahr des Klarinettenquintetts, das Mozart für seinen Freund Anton Stadler schrieb, zum 223. Mal - und diese wundersam ungeraden Jubiläen wurden mit Musik und einer Lesung in dem liebevoll mit Kerzen und Blumen dekorierten Raum gefeiert. Dass es jetzt nach dem Auszug der Mieter in den angrenzenden Räumen immerhin eine provisorische Künstlergarderobe gibt, könnte das Veranstaltungspektrum in dem stimmungsvollen holzgetäfelten Saal in Zukunft durchaus noch erweitern.

Mozarts Briefe sind das wohl meistgenutzte Ausgangsmaterial für literarisch-musikalische Programme, man könnte beinahe meinen, dieses Genre verdanke ihnen seine Erfindung. Wie oft hat man die frivolfäkalen Bäsle-Briefe gehört, wie oft die Briefe an den gestrengen Vater und wie oft die verzweifelten Bettelbriefe an potentielle Geldgeber. Zusammen mit ihrem Bruder, dem Weßlinger Schauspieler und Sprecher Peter Weiß, ist es Elisabeth Carr gelungen, eine kleine und stringente, sozusagen biografische Auswahl aus dem umfangreichen Briefschatz zu treffen. Peter Weiß fand an diesem Abend den richtigen, weil eher leisen Ton für den kapriziösen Briefeschreiber. Mit feinem Witz und einer hauchzarten Andeutung von österreichisch-weicher Sprachmelodie trug er die Texte vor.

Die vier Sätze des ausgesprochen reizvollen Quintetts für Klarinette und vier Streicher in A-Dur (KV 581) bildeten den musikalischen Rahmen für die Lesung. Das 2008 gegründete Almeida-Streichquartett besteht ausschließlich aus Instrumentallehrern der Städtischen Musikschule Starnberg, die es sich zum Ziel gemacht haben, sich ergänzend zum Unterrichten auch der eigenen künstlerischen Tätigkeit zu widmen. Das Ensemble setzt sich aus Peter Must und Marianne Friedl an der Geige, Cornelia Schmitt an der Bratsche und Wilhelm Gromes am Cello zusammen und wurde von Martina Fischer an der Klarinette ergänzt. Auch sie unterrichtet seit vielen Jahren an der Starnberger Musikschule.

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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