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Musik und Träume wagen: Ein Sommernachtstraum in der Schlossberghalle Starnberg

Wenn eine Sommernacht zu einem klangvollen und fantasiereichen Reigen wird, dann sind nicht nur übermütige Waldgeister beteiligt, sondern in diesem Falle das Jugendsymphonieorchester der Städtischen Musikschule Starnberg.

Das große Jubiläumskonzert zum 40-jährigen Bestehen der Musikschule konnte nicht besser gewählt sein: Sommerliche Laune, ein Bühnenstück voll bekannter Musikpassagen und eine unterhaltsame Geschichte, die sich immer wieder neu interpretieren lässt. „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare mit der Musik von Felix Medelssohn-Bartholdy ist nicht nur ein äußerst beliebtes Bühnenwerk, sondern hat sowohl musikalisch wie darstellerisch einiges zu bieten.

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Mit 35, zum Teil noch sehr jungen Musikerinnen und Musikern spielte das Orchester unter der Leitung von Peter Must gekonnt und schwungvoll durch die stimmungsvollen Allegri der Kompositionen von Mendelsson-Bartholdy. Wie aber, fragte man sich, werden hier Orchester und Schauspieler auf einer Bühne zusammenkommen? Kaum hatte das Orchester die Ouvertüre beendet, wuchs ein Wald im grün beleuchteten Bühnenraum. Dunkelgrüne, mit Vögeln verzierte Regenschirme öffneten sich, Musiker und Instrumente verschwanden dahinter und die Bühne verwandelte sich flugs in eine Theaterkulisse. Elfen erschienen, allen voran der Waldgeist Puck mit bunter wilder Zottelperücke und Fasergewand (Maske und Requisite unter der Leitung von Yvonne Schneider). Schnell entwickelte sich ein munterer Spaß unter den jungen Schauspielern, die nicht nur einiges an Text zu bringen hatten, sondern ganz und gar in ihren Rollen aufgingen: Mit einer energischen Elfenkönigin Titania (Leonie Stöckle), umgeben von eifrig auf und ab flirrenden Elfen und einem charmanten Oberon (Nils Brodtka), der mit seiner sonoren Stimme auffiel. Mit einem munteren Trupp von Handwerkern, die sich an einem Theaterstück versuchen und schließlich unterhaltsam aufführen - hier lakonisch philosophierend der Esel Zettel (Leonie Fikenscher) und seine Thisbe (Pia Weißler), wie ein sichtlich vergnügter Puck (Katharina Schacht), der über all das Durcheinander, das ihm gelang, seine wahre Freude hatte. Regie führte hier Erika Schalper, die dem Wunsch der Kinder, selbst die Rollen zu übernehmen, gerne nachkam und dies gekonnt zu einem kompakten Bühnenspiel bündelte.

Das Erstaunlichste aber an dieser herzlichen Inszenierung war die Tatsache, dass die Kinder völlig problemlos von der Musiker- in die Darstellerrolle wechselten, dabei flink aus dem Orchester verschwanden, sich mit Masken und Requisiten in die Figuren verwandelten und ebenso schnell wieder in die Reihen der Musiker zurückfanden, um dann höchst konzentriert die mitunter anspruchsvolle musikalische Leistung zu bringen. Ob die sensibel gespielten, leisen Passagen – besonders berührend das Lied der Elfen, getragen durch das „Lullaby“-Duett von Viktoria Stoll und dem jungen Merlijn Dingemanse – oder der bekannte Hochzeitsmarsch, den das Orchester mit Schwung zum Klingen brachte, auch musikalisch erreichte die Aufführung ein beeindruckendes Niveau. Und als Puck am Schluss verkündete: „...nun hat der Traum ein Ende, schenkt uns freundlichen Applaus“, wurde dies mit entsprechend stürmischer Begeisterung des Publikums erwidert.

Ein schöner Sommerabend, ein wunderbares Konzert- und Theaterspiel und ein große Leistung von allen Beteiligten. Herzlichen Glückwunsch!

Über den Autor

Barbara Winkler (bw)

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