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Musikalische Märchen von Kim Märkl

Gleich dreimal ist Kim Märkl in der kommenden Woche im Fünfseenland zu sehen - und zwar mit drei verschiedenen Programmen: An diesem Samstag lässt sie auf Einladung des Vereins „Jazz am See“ in ihrer Wahl-Heimat Feldafing ihre ursprüngliche Heimat in Ohio lebendig werden: „Jazzträume in Cleveland - Eine musikalische Reise durch die Zauberwelt des Saxophons“ heißt das neue Stück, das in Cleveland in den 1940er Jahren spielt und von zwei Freunden handelt, die davon träumen Jazzmusiker zu werden. Es spielt das Quartett „Fourscore“, Sprecher ist August Zinner.

Berhard Sontheim ist stolz darauf, dass die renommierte Musikerin, Komponistin und Produzentin Kim Märkl in Feldafing wohnt, nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Vorsitzender des Vereins „Jazz am See“ und Veranstalter. Dabei ist es eigentlich kaum mehr als Zufall, dass die Amerikanerin mit ihrer Familie in seiner Gemeinde wohnt: Es lag daran, dass niemand das kleine Haus kaufen wollte, das so nahe an den Bahngleisen und außerdem auch noch eingeklemmt zwischen zwei Straßen liegt. Dort, wo jetzt das Wohnzimmer der Familie Märkl ist, war früher ein kleines Lebensmittelgeschäft. Man kann den Ladeneingang noch erahnen, das Ganze war praktisch, nicht repräsentativ gedacht. Für Kim und Key-Thomas Märkl aber war es von Anfang an das Traumhaus schlechthin: Beide sind Musiker, ein freistehendes Haus, in dem man zu jeder Tages- und Nachtzeit Musik machen kann, das war für sie vor rund zwölf Jahren das wichtigste Kriterium bei ihrer Suche nach einem neuen Zuhause.

Als Besucher ist man nun erst einmal ist man ein bisschen hin und her gerissen. Ist nun das verwirrend Internationale oder ist doch das überbordend Musikalische so faszinierend an dieser Familie? Wahrscheinlich macht gerade die Mischung aus beidem die besondere Atmosphäre in ihrem Haus aus: Kim Märkl wurde Amerika geboren, ihre Vorfahren kommen aus Litauen. Ihren Mann lernte sie in einem Orchester in Boston kennen. Mit Key-Thomas Märkl, Sohn einer japanischen Pianistin und eines deutschen Geigers, hat Kim Märkl zwei Kinder: Der fast erwachsene Sohn ist natürlich höchst musikalisch und spielt wie seine Mutter Klarinette. Vor einigen Jahren haben die Märkls noch ein kleines Mädchen aus Indien adoptiert.

In jeder Ecke des Hauses wird Musik gemacht, allein der große Flügel beansprucht fast ein ganzes Zimmer, im Keller befindet sich ein professionelles Tonstudio: „Atlantic Crossing“, so der mehr als passende Name für das Label, unter dem Kim Märkl seit einigen Jahren „musikalische Hörbucher“ produziert. „Crossing“ ist bei diesem Projekt nicht nur geographisch zu verstehen, Kim Märkl verbindet auch unterschiedlichste Musikrichtungen und darüber hinaus auch Literatur und Musik, beides auf einem gewissen Niveau, so dass Kinder wie Erwachsene Freude damit haben. Während sie anfangs Texte anderer vertonte, ist sie längst dazu übergegangen, auch die Geschichten selbst zu schreiben. Komposition und Text sind dabei extrem eng miteinander verwoben, sie bedingen und beeinflussen einander während ihres Entstehungsprozesses. Kim Märkl erfindet nicht nur die märchenhaften Geschichten, die immer einen historischen Hintergrund haben, sie komponiert auch die Musik selbst und bearbeitet sie schließlich im Tonstudio. Ihr Mann ist für die technische Ausrüstung des Studios zuständig und ist ihr ein ebenso fachkundiger wie unerbittlicher Kritiker. Nicht zuletzt aber stellt er als Mitglied des Symphonieorchesters des BR und zahlreicher anderer Ensembles Kontakte zu renommiertesten Musikern her, die dann mit viel Begeisterung ihr Können für die musikalisch höchst anspruchsvollen Projekte von Kim Märkl zur Verfügung stellen.

Einer der Künstler, der seit Jahren mit viel Begeisterung an Projekten von Kim Märkl mitwirkt ist der Schauspieler Stefan Wilkening. Am Sonntag ist er in der Schlossberghalle mit „Liebe, Diebstahl und Holzwürmer - Bekenntnisse eines Geigenbauers zu sehen“, den musikalischen Part übernimmt kein Geringerer als Julian Shevlin, Konzertmeister der Münchner Philharmoniker.

Um die Geige geht es dann auch eine Woche später bei „Stradivaris Geschenk“, einem Kinderprogramm, das bei „Kunst im Bahnhof See“ zu sehen und zu hören ist. Christoph Theussl nimmt große und kleine Zuhörer mit auf eine Reise ins 17. Jahrhundert, es spielt Key-Thomas Märkl.

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Alle aktuellen Termine mit Kim Märkl auf der Kulturwelle5 auf einen Blick
Kim Märkl im Internet: atlantic-crossing.com

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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