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Penpower – 63. BergSpektiven

Blick in die verschneite Alpenkette, aperolfarbiger Sonnenuntergang und dazu illustre Gesprächspartner - das sind die BergSpektiven von Christian Kalinke, einst der Unternehmerstammtisch.

Elke Ross, die das „SeeMagazin“ inzwischen in das fünfte Jahr gebracht hat und der charismatische Uli Baur, Chefredakteur des Focus und ab Januar 2013 Mitherausgeber des Wochenblatts (neuer Chefredakteur wird Bildchefredakteur Jörg Quoos) sprachen über ihre Arbeit. Das SeeMagazin widmet sich ausschließlich lokalen Themen, erscheint jährlich in einer Auflage von 25.000 Exemplaren, „um die Anzeigenkunden nicht überzustrapazieren“ und sei, so die ehemalige Eventmanagerin aus Berg, nun „erwachsen geworden“. Ihre Kundschaft ist die „Frau zwischen 25 und 50 im Liegestuhl“, ihr Rezept die bunte Mischung aus Reportagen, hochkarätigen Bildstrecken, edlen Anzeigen, die aus dem Blatt ein beliebtes Mitbringsel zu Einladungen machen. „Ein billiger Blumenstrauß“ rief einer launig dazwischen - das Blatt kostet 4.50 €. „Wir wachsen langsam, aber gesund“. „Wir“, das sind Freelancer und ihre Mitstreiterin Sabine Schönemann. Die beiden Damen hatten sich als Mütter bei Elternabenden kennengelernt.

Dass Lokalzeitungen in den Printmedien sehr gut funktionieren, betonte auch Uli Baur. Geboren in Wartaweil, aufgewachsen am Wörthsee, wohnhaft in Sibichhausen, Segler, fröhlich, einer, der alles ausprobiert, ist die Lebensfreude pur. Er begann seine Karriere bei Lokalredaktionen des Münchner Merkur, wechselte zum Hauptteil, zum Gong und sitzt „seit zwanzig Jahren auf Feuerstühlen“. Seine Devise: „Ich behalte die Nerven, denn alles geht schief, was schief gehen kann“. Er behauptete locker, dass man in der Tagesschau nicht mehr erfahre, als beim Münchner Merkur auf der ersten Seite und erzählte launig von seinen Berichten über Schützengautreffen in Dachau. 19 Jahre gibt es nun den Focus, der die Presselandscaft „revolutioniert“ habe, kürzlich wurde die 1000. Nummer gedruckt. Dass die Medien bestimmen, was das Volk denke, das sieht er nicht so. „Der Leser kauft nur, was ihn interessiert“ und Online-Redaktionen, die Informationen kostenlos bereit stellen, rechnen sich nicht. „Reich mit Werbung wird nur Google.“ Hintergrundinformationen liefern seiner Ansicht nach nur die Printmedien. Manchmal vergaloppiert sich aber auch der Focus. Die Piratenpartei jedenfalls war als Titelthema ein k.o. Tropfen. „Für die arbeitende Bevölkerung ist das nichts und die Piraten selbst scannen den Artikel ein und stellen ihn ins Netz.“

Dieser Beitrag erschien am 12./13. Mai 2012 im Starnberger Merkur

Über den Autor

Astrid Amelungse-Kurth (aak)

freie Journalistin mit Schwerpunkt Kunst, Kultur, Historisches, Tradition und Vermischtes

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