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Pöckinger "Hendlmord" kurz vor der Aufklärung

Am Montagabend wird der „Hendlmord“ von Pöcking aufgeklärt sein – zumindest entscheidende Hinweise soll es geben, wenn die Krimi-Autorin Stephanie Schuster alias „Ida Ding“ in der örtlichen Gemeindebücherei um 19:30 Uhr zur Lesung bittet. Und: „Ein bisschen Kabarett wird auch dabei sein“, verspricht die 46-jährige.

Stephanie Schuster ist seit ihrer Kindheit in Pöcking zu Hause und mit dem Schauplatz des grausigen Grillspieß-Attentats ebenso vertraut wie mit den Einheimischen und ihren Besonderheiten. Die Figur des auf eigene Faust ermittelnden „Muck Halbritter“, Schäfer und Lebenskünstler, hat Schuster ihrem Mann Thomas nachempfunden, der selber alteingesessener Landwirt ist, unter anderem Schafe züchtet und mit „Ida Ding“ gemeinsam die Geschichte vom „Hendlmord“ geplottet hat: „Er ist mir eine große Stütze, und das Buch soll auch eine 280-seitige Liebeserklärung für ihn sein“, verrät die Autorin, die über 20 Jahre lang erfolgreich als Illustratorin gearbeitet hat und nun wohl endgültig den beruflich nicht ganz risikolosen Sprung zum Schreiben geschafft haben dürfte: „Mein Herz schlägt einfach für den Kriminalroman und dabei besonders für die Rechtsmedizin“, sagt Stephanie Schuster. So kam für ihre Bücher auch die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Constanze Niess („Die Gesichter der Toten“) zustande, die unter anderem für den Münsteraner „Tatort“ beratend tätig ist: „Gründliche Recherche, Spannung, Sprache, aber auch Humor“, so betont die Pöckinger Autorin, seien ihr beim Schreiben wichtig, „die Leser merken es, wenn man nur an der Oberfläche bleibt.“

Dem „Hendlmord“ kam das von ihr genau beschriebene Lokalkolorit zugute – und natürlich die komische Konstellation, dass „Muck Halbritter“ seine örtlichen Pappenheimer besser kennt als die offiziell ermittelnden Kriminaler: Der Schäfer erfährt immer alles, was die Polizei nicht rausfindet. „Keine der Figuren ist namentlich erkennbar, aber die Leute sagen mir, dass sie an die eine oder andere Person aus der Wirklichkeit erinnert werden“, berichtet Stephanie von ersten Leser-Rückmeldungen. Der „Hendlmord“ (als Taschenbuch bei Rowohlt erschienen) ist nicht Schusters erstes Buch: Unter dem Pseudonym „Rebecca Abe“ hat sie bereits 2008 ihr Debüt mit „Das Gedächtnis der Lüge“ gegeben, 2011 folgte unter der (an Karl Valentins bürgerlichen Namen angelehnten) Autorenschaft „Stephanie Fey“ der historische Roman „Im Labyrinth der Fugger“, der inzwischen die fünfte Auflage erreicht hat. „Eigentlich wollte ich als Kind immer Malerin werden“, sagt Schuster, inzwischen selbst dreifache Mutter: Maler, so wie ihr Vater Josef Wagner, der sein Atelier in Possenhofen hat. Auch er kommt übrigens im „Hendlmord“ vor, aber wer Genaueres wissen will, der muss schon selber „ermitteln“: zum Beispiel am Montag in der Pöckinger Gemeindebücherei.
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Über den Autor

Thomas Lochte (tlo)

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