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Sisi boomt: Neue Exponate im Museum

Sisi ist Hype. Sisi ist Mythos. Sisi ist „in“. Das Museum im historischen Bahnhof in Possenhofen boomt. Mit über 10.500 Besuchern im vergangenen Jahr ist der "Wartesaal für allerhöchste Herrschaften", in dem Sisi auf die Kutscher wartete, nebst zwei kleinen Nebenräumen eine Attraktion für Touristen und Ausflügler geworden. Die Museumsleiterin Rosemarie Mann-Stein ergattert immer wieder neue Exponate. 

Busse werden angekarrt und auch für Schulklassen ist das Museum ein beliebtes Ziel. Das ist nicht nur den Damen zu danken, die kundig durch die Ausstellung führen, sondern vor allem auch Rosemarie Mann-Stein, die unermüdlich nach neuen Exponaten sucht. Was nicht einfach ist, denn die Preise klettern stetig in die Höhe. Aber ab und an lässt sich noch etwas finden. Über 60.000 € hat die rege Museumsleiterin in den letzten beiden Jahren für neue Sammlerstücke investiert, die sie nun pünktlich zum Saisonbeginn am 1. Mai zeigen kann.

Sonderausstellungsraum

Eines der Prunkstücke ist ein „Trauerfächer“ aus dem Besitz der Kaiserin Elisabeth von Österreich, den ihre jüngste Tochter Valerie selbst bemalt hat. Zu den Highlights gehören auch eine Biskuit-Porzellan-Figurengruppe mit der Darstellung des Hochzeitspaares Sisi und Kaiser Franz Joseph aus dem Jahr 1854 und ein Briefkopf mit Darstellungen des Hochzeitspaares. Auch die sogenannten „Ball-Spenden“, die Kavaliere ihren Damen auf den Wiener Hofbällen überreichten, Döschen mit Konfekt oder die winzigen in reich verzierten Goldschatullen aufbewahrten Tanzbüchlein, in denen die Tanzpartner der Damen peinlichst genau notiert wurden, sind rare Sammlerobjekte. Kaiserliche Haushaltsgegenstände wie eine Tasse aus dem Hochzeitsservice von Kronprinz Rudolf und Stefanie oder ein Glas aus der Hermesvilla gehören genauso zu den neuen Errungenschaften wie die Büste von Sisi als siebenjähriges Mädchen, die nun als Marmorbüste dupliziert wird, eine Pfeife von Herzog Max in Bayern, Siegel-Petschafte mit Original-versiegelten Briefumschlägen und zahlreiche neue Fotos. Rosemarie Mann-Stein ergatterte auch einen originalen Wasserkrug mit Deckel aus dem Jahr 1857, der für Kaiser Franz Joseph hergestellt wurde, und einen fein ziselierten Zinnbecher der Kaiserin aus dem Jahr 1869. Beides fand bei der Gründonnerstags-Fusswaschung Verwendung. Freilich, zum Leben erweckt werden all diese Gegenstände nur durch die Geschichten, die sich hinter ihnen verbergen. Aber diese können die 17 (!) ehrenamtlich tätigen Damen, die durch die Ausstellung führen, sehr kompetenz und lebendig erzählen. Der Besuch lohnt sich also immer wieder. Das Museum ist freitags bis sonntags und an den Feiertagen von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Gruppen können unter Telefon 08157/925932 auch einen eigenen Termin buchen.

Infos zum Kaiserin Elisabeth Museum finden Sie hier auf der Kulturwelle5 unter Sehenswürdigkeiten
sowie auf der Website des Museums: www.kaiserin-elisabeth-Museum-ev.de

Über den Autor

Astrid Amelungse-Kurth (aak)

freie Journalistin mit Schwerpunkt Kunst, Kultur, Historisches, Tradition und Vermischtes

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