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ZeitGeistMaschine in Seefeld

Alle Jahre wieder spielt Johannes Enders im Sudhaus von Schloss Seefeld, daran haben weder seine Zeit in New York noch seine Professur in Leipzig etwas geändert. Er ist vielgelobt und preisgekrönt, seit diesem Jahr ist er außerdem auch Echo-Jazz-Preisträger: Dennoch war er am Freitagabend mit seiner „ZeitGeistMaschine“ zu Gast beim Seefelder Kulturverein.

Johannes Enders ist zum einen bekannt dafür, dass er herausragend gute Musik aus seiner Heimatstadt Weilheim in die Welt hinausträgt, zum anderen aber dafür, dass er immer wieder herausragend gute Musiker aus aller Welt zu sich nach Hause einlädt: Mit seinem neuen Projekt featured er den New Yorker Saxofonisten Vincent Herring am Altsaxofon. Den Wiener Herwig Gradischnig am Baritonsaxofon und Lutz Häfner aus Nürnberg darf man aber wohl ebenso als Luxusimporte bezeichnen wie den Berliner Schlagzeuger Sebastian Merk, der unter anderem auch für Till Brönner trommelt. Enders überrascht in diesem „Quartet + Rhtyhm“ Projekt mit ebenso minimalistischen wie orchestralen Bläsersätzen, die wenig Raum für solistische Eitelkeiten bieten, dafür aber raumgreifende und aufregende Klangschönheit, enorme Dichte und gleichzeitig grenzgängerische Offenheit.

Am Ende ihrer Deutschlandtour verwandelte die fünf traumhaft aufeinander eingespielten Musiker das ehrwürdige Sudhaus auf Schloss Seefeld in einen „Mind Change Room“, einen Meinungsänderungsraum, und zwar im allerbesten Sinne: Wer auch immer dieses Konzert mit einer vorgefertigten Meinung davon besuchte, was zeitgenössischer Jazz ist, wie ein Quartett zu besetzen sei und wie vier Saxofone miteinander klingen können, der dürfte im Laufe des Abends seine Meinung geändert haben - auch wenn nur ein einziges Stück explizit diesen Titel trug.

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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