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La Traviata in Lederhosen: Osterkonzert der Blaskapelle und des Trommlerzugs Traubing

Von Beatles bis Blasmusik war alles dabei. „Let it be“ in Lederhosen und „La Traviata" im Dirndl, geschmettert aus blitzendem Blech, weit schallend über die Fluren von Traubing… das hat was. Das mittlerweile schon traditionelle Osterkonzert der Traubinger Blaskapelle kann man getrost auch als eine Art Bekehrungsaktion für alle Humpdada-Gegner einstufen. Zumal heuer auch der junge Trommlerzug sein Debüt gab.

Statt Eintritt geht am Ende der Hut rum: So locker geht’s zu. Und so professionell: Alle zwei Jahre stemmt die Abteilung des Traubinger Musik- und Kulturvereins so ein Konzert, monatelange Proben gehen dem voraus, weil man eine echte Leistungsschau jenseits der üblichen Auftritte in Festzelten oder bei Umzügen gibt. Mit ihrem Auftritt am Sonntag begeisterten die 28 Aktiven auf der Bühne nicht nur das Publikum im rappelvollen Buttlerhof: Jeder potenzielle Nachwuchs-Musiker konnte hier was lernen, und Jugend könnte die Kapelle gut gebrauchen.

Die Jüngeren sind momentan eher aufs Trommeln aus: Vor zwei Jahren hat sich der Trommlerzug als eigene Vereinsabteilung gegründet, mittlerweile hauen 30 Leute so richtig rein. Sie eröffneten das Konzert, hatten in einer gedämpften Version ein Stück gemeinsam mit der Blaskapelle geprobt und ließen dann dem Klang lautstark seinen Lauf. Eine echte Rhythmusschulung, die mal mehr, mal weniger lässig in der Handhaltung, von den Trommlern demonstriert wurde.

Für diesen erstmaligen Doppelauftritt von Bläsern und Trommlern mussten im Buttlerhof alle Zusatzstühle rangeholt werden: „Der voll gefüllte Saal ist das schönste Kompliment“, betonte der Vereinsvorsitzende Christian Wolfert. Unter den Gästen waren auch die Pfarrer Helmut Friedl und Michael Stein, sie wippten und schnippten genauso wie alle anderen begeistert mit, am Ende intonierte der ganze Saal „Im Land Tirol“. Nachdem vorher gerade „Let’s twist again“ angesagt war.

Lediglich zu Anfang und Ende setzte die Blaskapelle also auf alpenländische Tradition und blies allen den Marsch. Ein Ausflug in die portugiesische Variante von Francisco Marques Neto kündete dann schon die ersten internationalen Klänge an, die mit einer russischen Polka und später mit Johann-Strauss-Walzer variiert wurden. Für baffes Staunen sorgten dann aber die Opern-Hits: der Gefangenenchor aus Nabucco, der Triumphmarsch aus Aida, das Trinklied der Traviata, alles sauber intoniert und von Dirigent Peter Gasser mit den nötigen Spannungsbögen versehen. Er erklärte später auch, dass nicht die Operschlager, sondern das Bee-Gees-Medley das schwierigste war mit seinen Synkopen, also dem Aufbruch der Taktschemas mit ungewöhnlichen Betonungen. Fürs Publikum war es ganz einfach: Mitsummen der Welterfolge… Gleiches dann bei den Beatles: "Eight days a week" oder "Yesterday" – von gestern war das überhaupt nicht, sondern einfach schön. Genauso zeitlos wie der Galopp durch die Rock’n’Roll-Nummern.

 

Über den Autor

Freia Oliv (fo)

Ausgebildete Redakteurin und Kunsthistorikerin mit Magisterstudium Kunstgeschichte, Germanistik und Völkerkunde. Darüber hinaus Autorin, Kunstvermittlerin, Dozentin und Reiseleiterin.

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