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"Oskar und die geschenkten Schatten" - Anne Franke illustriert Bilderbuch von Sibylle Picot

Wenn der kleine Oskar draußen herumtollt, ist ein sehr treuer Freund stets an seiner Seite: sein Schatten. Aber wie wäre es, einmal mit einem anderen Schatten durch die Welt zu ziehen? So lässt Oskar seinen eigenen Oskarschatten einfach im Wald, wo er ohnehin längst mit der dort herrschenden Dunkelheit verschmolzen ist, und lässt sich von einem Baum dessen Schatten schenken. Später vertauscht er den viel zu großen Schatten mit dem einer Schnecke, und als dieser doch zu klein ist, tauscht er mit einem Bären. Dessen Schatten wiederum ist zu beängstigend für seine Freunde. Und so ist Oskar froh, als er endlich doch seinen eigenen Schatten zurück hat.

„Oskar und die geschenkten Schatten“, heißt das Bilderbuch der beiden Gautingerinnen Sibylle Picot und Anne Franke, das am 19. Juli im Wiariwui Verlag Gauting erschienen ist. Ein Buchprojekt, das seinen Anfang vor 28 Jahren nahm: „Den Oskar habe ich zum vierten Geburtstag meiner jüngsten Tochter, Charlotte, geschrieben“, erzählt Sibylle Picot, die im Hauptberuf Sozialforscherin ist und an vielen wichtigen Kinder- und Jugendstudien mitgewirkt hat, unter anderem an den Shell Jugendstudien. So ist ihr das Thema „Angst vor dem Einschlafen“ bei Kindern durchaus vertraut. Auch die kleine Charlotte hatte damals Schwierigkeiten beim Einschlafen, und da Sibylle Picot mit dem vorherrschenden Angebot an Gute-Nacht-Geschichten nicht wirklich zufrieden war, hat sie einfach selber eine Geschichte entwickelt. Das war die Geburtsstunde von Oskar.

Etwa zu dieser Zeit lernte sie die Künstlerin Anne Franke kennen, die bereits Erfahrungen besaß im Bereich Illustration. Anne Franke, selber gerade Mutter von zwei noch sehr kleinen Kindern, war von der Geschichte des kleinen Jungen, der seinen Schatten vertauscht, so begeistert, dass sie sich sofort daran machte, sie zu illustrieren. Die damals entstandene Fassung verschwand dann erst einmal für längere Zeit in der Schublade, denn das Leben der beiden Buchkünstlerinnen nahm erst einmal eine andere Richtung. Die Kinder wurden größer, Sibylle Picot stieg beruflich wieder ein und arbeitete in ihrem Fachgebiet der Sozialforschung, Anne Franke widmete sich der Politik auf kommunaler und Landesebene. Zuletzt kandidierte sie für das Amt des Bürgermeisters in Gauting und stürzte sich mit voller Kraft in den Wahlkampf. Nachdem dieser vorüber und ihre Kandidatur gescheitert war, nahm sie dies zum Anlass, die Weichen in ihrem Leben neu zu stellen und wendet sich fortan ihrem anderen großen Betätigungsfeld zu, der Kunst. Und auch Sibylle Picot steht mit dem beginnenden Ruhestand vor einem neuen Lebensabschnitt. Der Zeitpunkt, Oskar aus der Schublade zu holen, ist gekommen.

„Die Illustrationen mussten nur wenig überarbeitet werden“, sagt Anne Franke, „aber im Großen und Ganzen folgt das Buch der Urfassung aus den späten Achtzigern.“ Auch die Geschichte selber erwies sich beim Probelesen als nach wie vor aktuell, als zeitlos eben. „Jetzt ist mein Enkel in dem Alter, in dem meine Tochter damals war“, erzählt Sibylle Picot, „es war ganz wunderbar, es ihm vorzulesen, und er ist sehr stolz, dass ich ihn in der Widmung vorne nenne.“ Das wunderschön gestaltete und ausgestattete Buch ist in dem kleinen Wiariwui-Verlag erschienen, den Anne Franke vor vielen Jahren selbst gegründet hat. So konnte Oskar, nach einem Dornröschenschlaf von fast drei Jahrzehnten, nun innerhalb weniger Wochen das Licht der Welt erblicken. Erhältlich ist „Oskar und die geschenkten Schatten“ zum Preis von 14, 90 € ab sofort in der Gautinger Buchhandlung Kirchheim und per Bestellung überall dort, wo es Bücher gibt.
 

Über den Autor

Sabine Zaplin (sz)

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