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KULT: das Programm zum Literarischen Herbst 2014 steht fest

Literarische Aus-Lese an besonderen Orten: das ist seit vielen Jahren das Konzept der Veranstaltungsreihe „Literarischer Herbst“. Heute wurde auf der Pressekonferenz im Rittersaal des Schlosses Kempfenhausen von den künstlerischen Leitern Elisabeth Carr und Gerd Holzheimer das neue Programm vorgestellt. „KULT“, lautet der Titel für den diesjährigen Herbst, und Kult ist die Reihe tatsächlich schon lange.

Der „Literarische Herbst“ öffnet die Augen für das Besondere – das geht nicht nur dem Publikum so, sondern den Veranstaltern und auch den Schirmherren selber. „Es kommt bei der einen oder anderen Veranstaltung immer wieder vor, dass man sich denkt: wäre das hier nicht ein wunderbarer Literarischer-Herbst-Ort?“ bekennt Barbara Beck, Kulturreferentin des Landkreises Starnberg, die in Vertretung des Schirmherrn, Landrat Karl Roth, in den Rittersaal gekommen ist. Und Gerd Holzheimer nennt das heimliche Motto: „Was kanntat man no macha?“ Diese Schönste aller Fragen begleitet den Schriftsteller und künstlerischen Leiter durchs Jahr. Und auch, wenn Landrat Roth schon vor einigen Jahren nach einem weiteren gelungenen Literarischen Herbst Skepsis äußerte, ist es Holzheimer gemeinsam mit seiner Kollegin Elisabeth Carr immer wieder und so auch heuer gelungen, ungewöhnliche Veranstaltungsorte im Landkreis Starnberg zu finden und für diese außergewöhnliche, ganz besondere Programme zu ersinnen. In diesem Jahr soll das Augenmerk auf „KULT“ gelenkt werden, einen recht modischen Begriff, der seinen Ursprung im klassischen „Kultur“ hat und mit dieser wiederum den gemeinsamen Ursprung im lateinischen „colere“, was soviel bedeutet wie „den Acker bestellen“. Und wo wären Kultur und Landwirtschaft augenfälliger benachbart als im Landkreis Starnberg?

So sind gleich zwei Bauernhöfe Veranstaltungsorte für den Literarischen Herbst 2014: der Demeterhof „Assenhauser Hof“ der Familie Mair in Farchach, wo am 5. Oktober zu Erntedank Steffe Mair gemeinsam mit Konrad Wipp Assenhauser Geschichten liest und dazu musiziert; und der Hof, den sich Ludwig Thoma oberhalb des Tegernsees bauen ließ. Zu dieser „Tuften“ führt am 12. Oktober gleich eine ganztägige Exkursion mit eigens dafür gechartertem Bus. Aber auch das Gut Deixlfurt in Tutzing besitzt die Nähe zum Ländlichen: hier wird am 28. September auf den Spuren des Traumpaars der Opernwelt, Heinrich und Therese Vogl, nach „LiebesKult“ geforscht.

Der Auftakt zum diesjährigen Literarischen Herbst findet jedoch am 20. September in einem Schloss statt: im Spiegelsaal des Schlosses Garatshausen, wo Lola Montez im Zentrum stehen soll – und zwar die Weltenbürgerin und emanzipierte Frau Montez, einmal nicht die Mätresse des Königs. Königlich geht es am 26. September weiter, wenn im Casino auf der Roseninsel Matthias Friedrich nach der „Poesie der Fresken“ sucht, in Versen von Ovid und Catull.

Einer der ungewöhnlichsten Orte ist gewiss der Schutzbunker im Kerschlacher Forst, wo es am 3. Oktober heisst: „In die Unterwelt“. In diesem Relikt aus den Zeiten des Kalten Krieges ist der Veranstaltungsort selber schon fast Kult, und der Weg hinab in die Unterwelt ist in der Literatur seit Jahrhunderten wunderbar besungen worden.

Aber auch das Red Rooster Studio von Peter Maffay in Tutzing ist ein ungewöhnlicher Ort. Hier geht der Ausnahme-Bratschist Gunter Pretzel am 22. Oktober der Frage nach, wie der Ort Studio die Musik selber und ihre Interpreten seit der Erfindung der Aufnahmetechnik beeinflusst und verändert hat. Einen kleinen Eindruck seines musikalisch-philosophisch-literarischen Forschens gab er bereits bei der Pressekonferenz.

Zum Abschluss wird es dann ritterlich: am 24. Oktober beschäftigt sich Kulturpreisträger des Landkreises Stefan Wilkening zusammen mit Maria Reiter mit der „Verzauberung der Wirklichkeit“ in seiner Interpretation des Don Quijote, und zwar im Rittersaal des Schlosses Kempfenhausen.
 


Alle Termine des Literarischen Herbst 2014 auf einen Blick
Karten und Informationen gibt es auch beim Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land, Telefon 08151-90600.

 

Über den Autor

Sabine Zaplin (sz)

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