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Wir wollten mal was fragen: Konstantin Fritz

Er ist der Mann, der im Hintergrund des Fünf Seen Filmfestivals die Fäden spinnt, der unermüdlich netzwerkt, die Presse mit Informationen füttert und schließlich für den großen Auftritt sorgt. Konstantin Fritz selbst bleibt normalerweise eher im Hintergrund. Wer etwas über seine interessante Lebens- und Familiengeschichte wissen möchte, der muss schon genau nachfragen. Walter Steffen hat es getan und 2012 den Film „München in Indien“ über den malenden Großvater von Konstantin Fritz gedreht – da stand er dann ausnahmsweise mal vor der Kamera. Jetzt aber hat er als Pressesprecher wieder alle Hände voll zu tun, denn er spinnt wieder neue Fäden: Seit diesem Jahr koordiniert Konstantin Fritz auch die Pressearbeit für die „Brahms-Tage“ in Tutzing und für den „Literarischen Herbst“ im Landkreis Starnberg, der morgen mit der ersten Veranstaltung in Garatshausen beginnt. Vorher wollten wir ihn mal was fragen…

Seit wann leben Sie im Fünfseenland?
Eigentlich seit meiner Geburt. Ganz aus München rausgezogen sind meine Eltern mit mir und meiner Schwester, als ich vier Jahre alt war.

Warum sind Sie immer noch hier?
Es ist einfach wunderschön hier! Die gefühlte Käseglocke musste ich nach dem Abi erstmal abschütteln und ging studieren nach Berlin und nach China. Nach längeren Auslandsaufenthalten und WG in München entschieden meine Frau und ich nach unserer Hochzeit, wieder ins Fünfseenland zu ziehen. Und jeden Tag freuen wir uns darüber, hier zu wohnen. 

Was machen Sie hier?
Baden, spazieren, arbeiten (leider nicht immer in dieser Reihenfolge!), Auto fahren, Songs schreiben, einkaufen, das Fünf Seen Filmfestival pressetechnisch betreuen, genauso wie den Literarischen Herbst und die Brahmstage in Tutzing. 

Ost- oder Westufer?
Lange Zeit Südufer. Jetzt genau in der Mitte. Von beiden Seen, nicht in der Mitte eines Sees. 

Welcher See?
Von meinem Zuhause aus kann ich ich alle fünf Seen innerhalb von zehn Autominuten erreichen. Das ist doch der Wahnsinn! Aber zum See: Da ich am Starnberger See aufgewachsen bin, kenne ich dort natürlich jede Ecke und liebe ihn sehr. Aber es macht auch großen Spaß, die anderen Seen zu entdecken. Am Pilsensee lässt sich herrlich schwimmen, am Wörthsee wandern, der Ammersee überrascht mich tatsächlich mit seiner Schönheit, da wir vom Starnberger See früher natürlich immer sehr abfällig auf den „Bauernsee“ herabgeschaut haben. Unglaublich eigentlich! Der Weßlinger See ist mir noch verborgen, da muss noch eine gute Gelegenheit kommen, nicht nur an ihm vorbeizufahren, sondern mal richtig hin zu fahren. Ich habe mir aber sagen lassen, dass das „Lackerl" eigentlich nur aus Marketinggründen des „Fünf“ und eben nicht „Vier“ Seen Lands in das offizielle Ranking mit reingenommen wurde. Ob ich wohl deswegen noch nicht dort war?

Das Fünfseenland in einem Satz?
Eine der schönsten Gegenden der Welt mit interessanten Menschen.

Was muss man im Fünfseenland gesehen haben?
Na, auf jeden Fall die vier Seen (den Weßlinger See kenne ich ja noch nicht). Den Sonnenuntergang am Starnberger See vom Segelboot aus, an einem heißen Juliabend. Den Blick von der Ilkahöhe auf den See und die Berge. Die Wälder rund um Frieding. Der Blick aufs Kloster Andechs. Das Holzhaus in Bernried mit dem gigantischen Blumengarten. Das türkisfarbene Wasser des Pilsensees. Die Rosen auf der Roseninsel. Den Starnberger See kurz vorm und während eines Gewitters. Die Raddampfer auf dem Ammersee. Kulturell muss man unbedingt sehen: Das Fünf Seen Filmfestival, den Literarischen Herbst, die Brahmstage in Tutzing, die Filme von Walter Steffen und die Veranstaltungen der KunstRäume am See. 

Wo ist Ihr Lieblings(kultur)ort im Fünfseenland?
Lieblingskulturort: Kino Breitwand Schloss Seefeld und Evangelische Akademie Tutzing
Lieblingsort: Im See, schwimmend, mit Blick auf die Zugspitze.

Wer ist Ihr Lieblingskünstler im Fünfseenland?
Walter Steffen als Filmemacher. Mit seinen tollen Filmen hat er die Region deutschlandweit bekannt gemacht.
Reiner Wagner als Maler. Ich liebe seine Bilder vom Fünfseenland. Einfach unglaublich schön. 

Mit welchem Bewohner des Fünfseenlands würden Sie gerne einen Tag tauschen?
Mit dem Kapitän der Seeshaupt. 

Wenn Sie ein Jahr lang König des Fünfseenlands wären, was würden Sie tun?
Ich würde in Seeshaupt an einem schönen Sommerabend spontan die Hauptstraße sperren, durch die normalerweise der Verkehr nur so durchbrummt, und alle Ortsansässigen zu einem ganz speziellen Abendessen einladen: Jeder müsste seinen Esstisch mitbringen und Stühle, die ca. 1000 Tische würden in der Mitte der Straße aneinander gereiht, so dass sich eine lange, lange Tafel ergibt, die sich durch den ganzen Ort zieht, die längste Tafel Deutschlands oder zumindest Bayerns. Alle würden miteinander essen, reden, sich austauschen und vor allem: genießen, dass nicht ein Auto nach dem anderen fährt, keine Schwerlaster-Doppelzüge aus Deutschland, Türkei, Griechenland oder sonst woher, keine Motorräder. Jeder könnte spüren, wie sehr die Hauptstraße einen Ort vereinen könnte und nicht - wie sonst - trennen würde. Die Polizei, die dann aufschlagen würde, um die Straße, die eine Staatsstraße ist, zu räumen, damit der Verkehr wieder ungehindert den Ort trennen kann, die würde ich als König für einen Abend lang vom Dienst suspendieren und sie zum Essen einladen. Das stelle ich mir herrlich vor: Eine zwei Kilometer lange Tafel, mit weißen Tischdecken und Kerzen auf den Tischen, mit regem Austausch aller Seeshaupter Bürger. Das wäre auch eine schöne Story für die Presse. Vielleicht sollte ich die Aktion wirklich mal realisieren?!

Wer wären Ihre Minister?
Meine Frau und meine 9 Monate alte Tochter. 

 

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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