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Schauspielerin Jule Ronstedt und die neue Komödie "Bocksprünge"

Schauspielerin Jule Ronstedt (43) wurde beim Filmgespräch zu „Bocksprünge“ im Breitwand-Kino als „alte Herrschingerin“ vorgestellt, was auch dadurch bestätigt wurde, dass viele „alte“ Freunde gekommen waren – sogar Herrschings Bürgermeister Christian Schiller war neugierig auf die mit Dialogwitz gespickte Beziehungskomödie.

Regisseur Eckhard („Ecki“) Preuß lässt diese in aller Unschuld als „komischen Film“ bewerben: Ausgangspunkt all der turbulenten Verstrickungen zwischen einem knappen Dutzend Akteuren ist ein versuchter Seitensprung des verheirateten Schwerenöters Udo (Eckhard Preuß), dessen Frau Doris (Jule Ronstedt) just in dem Moment vom Sporteln nach Hause kommt, als es für Udo und Maya (Julia Koschitz) im ehelichen Bett „zur Sache gehen“ soll. Diese Anfangsszene, eigentlich als Kurzfilm gedacht, sei „so gut angekommen, dass alle gesagt haben, ihr müsst unbedingt einen Langfilm draus machen“, erzählt Jule Ronstedt von der weiteren Entstehungsgeschichte der in München gedrehten „Bocksprünge“. Preuß habe sich als Regisseur und Drehbuchautor seine männliche Hauptrolle auf den Leib geschrieben – die des etwas bräsig wirkenden, gutmütigen Westfalen also, der es gleichwohl faustdick hinter den Ohren hat. Ronstedt, die betrogene Film-Ehefrau von „Udo“, zeigte sich begeistert davon, dass hier mal nicht eine auf Krawall gebürstete Comedy für das Matthias-Schweighöfer-Publikum um die 30 gelungen sei, sondern „was für die 45-jährigen“. Auch Schauspiel-Kollegin Teresa Rizos, ebenfalls zum Filmgespräch nach Herrsching gekommen, bestätigt Eckhards „authentische“ Methode: „Er hat zu mir gesagt, ich soll die 22-jährige Valerie einfach so spielen, wie er mich auf diversen Festen erlebt hat.“


Insgesamt sei das Projekt „Bocksprünge“ praktisch ohne Budget entstanden, so Ronstedt – ohne dass ein womöglich koproduzierender Sender samt seinen redaktionellen Bedenkenträgern mitgeredet habe: „Der Ecki hat sich Geld von seinem Vater geliehen, und dann wurde noch ein Sponsor aufgetrieben.“ Alle Beteiligten arbeiteten quasi umsonst, gründeten zusammen eine „GbR“ (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) und sind nun auch am Erfolg des Films beteiligt. „Es ist irgendwie unser aller Baby“, sagt Jule, die als „Doris“ am Ende der filmischen Wirrnisse tatsächlich schwanger wird. Den „Bocksprüngen“ ist dieses Teamwork ersichtlich gut bekommen: Der Film setzt auf pointierte Sprache, ineinander verschränkte Miniatur-Episoden, gönnt sich sogar Momente der Nachdenklichkeit inmitten des Chaos. Jule Ronstedt, die selbst als Drehbuchautorin und Regisseurin arbeitet und nach eigenen Worten eigentlich raus will aus der Schublade der „komischen Tante“, ist – man kann es nicht anders sagen – auch als Komödiantin wieder mal höchst überzeugend, aber nicht nur. Die Qualität dieses Films liegt zugleich in seiner großen Wirklichkeitsnähe, die verhindert, dass er „überdreht“ – und Eckart Preuß ist der ruhende Pol, der sagt: „Nich' so viel quatschen!“ 
 

„Bocksprünge“ läuft ab sofort täglich im Kino Breitwand in Herrsching sowie u.a. in Landsberg.

Über den Autor

Thomas Lochte (tlo)

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