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Unsere Lieblingsschauspielerin: Carin C. Tietze bei BergSpektiven

Sie kann komisch und sie kann ernst, mal ist sie Staatsanwältin und mal Mörderin, im Fernsehen ist sie ein Star und in Berg vor allem Hausfrau und Mutter. Und manchmal hat sogar sie Lampenfieber: Carin C. Tietze aus Assenhausen durfte am Donnerstagabend bei Christian Kalinkes Veranstaltungsreihe „BergSpektiven“ als „local hero“ auftreten – und angesichts der vielen Freunde und Nachbarn im Publikum sagte sie: „Das ist ja viel aufregender als vor der Kamera.“

Als Haupt-Act des Abends, dessen Erlös dem MTV Berg zugute kommt, war ein Gespräch mit Nicolas Paalzow, dem derzeitigen TV-Chef von SAT.1, angekündigt. Es sollte um den „Homo Zappiens“ gehen, um den deutschen Fernsehzuschauer und seine Einschalt-, Umschalt- oder gar Ausschaltgewohnheiten. Für die Programmmacher im Privatfernsehen geht es allerdings, so das kürzestmögliche Fazit des Interviews, einzig und allein ums Geld. Als Nicht-Fernsehkonsument kann man angesichts der erwähnten elfminütigen Werbeblocks nur die Ohren anlegen, indes, der Markt und vor allem der Zuschauer ist hart umkämpft – vor allem, weil er längst nicht mehr nur zappt, sondern immer lieber surft und die gute alte Glotze ganz aus lässt.

Von guten alten Fernsehzeiten wusste natürlich auch Carin C. Tietze zu berichten. Die gebürtige Amerikanerin ist am Starnberger See aufgewachsen, absolvierte eine Schauspielausbildung in New York und kehrte Ende der Achtziger Jahre nach Deutschland zurück. Eine ihrer ersten großen Rollen spielte sie in Sönke Wortmanns „Allein unter Frauen“. Danach begann eine beachtliche Kino- und vor allem Fernsehkarriere. Seit einigen Jahren ist sie auch eine gefragte Synchronsprecherin. Carin Tietze lebt seit etwa fünfzehn Jahren mit ihrer Familie in Assenhausen und 2011 hat sich für sie mit der ARD-Vorabend-Serie „Hubert & Staller“ ein Traum verwirklicht: Als Bäckereibesitzerin „Sabine Rattlinger“ kann sie zur ihrer Arbeitsstelle radeln, denn gedreht wird in der Bäckerei Graf in Ammerland. 

Carin C. Tietze als Lokalgröße und „Vorband“ einzuladen, kommt allerdings beinahe einer Beleidigung gleich: Die Liste ihrer Rollen ist lang, sie reicht von „Derrick“ über „Tatort“ bis „Traumschiff“, in letzter Zeit kamen einige Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen dazu. Als Schauspielerin zeichnet sich Carin C. Tietze vor allem durch ihre Vielseitigkeit aus – und nicht zuletzt durch ihre skandalfreie Unverbrauchtheit. Als Sprecherin leiht sie immerhin Juliette Binoche und Andie MacDowell ihre Stimme, natürlich auch unzähligen anderen. Außerdem sprach sie in der Disney-Produktion „Der Schatzplanet“ die Sarah Hawkins und in „Der Glöckner von Notre-Dame“ die Esmeralda.

Über den Autor

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie.

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