Starnberg hat in dieser Woche wirklich etwas zu bieten: Jeden Abend gibt es auf der Seebühne Veranstaltungen – entweder mit spektakulärer Sonnenuntergangskulisse oder mit Regenguss als Dreingabe. Und auch sonst wird in der ganzen Stadt gefeiert. Ab Donnerstag tummeln sich dann wieder die Cineasten im Fünfseenland, als wäre man in Cannes oder in Venedig. Das feine Jazzkonzert im historischen „Wartesaal für allerhöchste Herrschaften“ des Bahnhofs, zu dem Elisabeth Carr am Freitagabend einlädt, könnte in dem ganzen Rummel zwischen Stadtgeburtstag und Fünfseenfilmfest leicht untergehen – es dürfte aber eins der Highlights der Kulturwoche werden!
Max Grosch ist der deutsche Jazzgeiger schlechthin. Er zeichnet sich durch sein feinsinniges, unverkennbar klassisch geschultes Spiel aus: zart, melodiös und voller Poesie, dann wieder drängend und voluminös vorantreibend oder von einer rauhen Melancholie. Seinen Duopartner Matthias Bublath, einen der profiliertesten Pianisten der Münchner Jazzszene, hat er in New York kennengelernt, wo beide studiert haben. In Starnberg werden sie zu später Stunde in der holzgetäfelten Clubatmosphäre des König-Ludwig-Salons Eigenkompositionen, Grooves und Standards aus dem „American Songbook“ spielen.
Die Kulturwelle⁵ ist unter Schirmherrschaft
des Starnberger Fünf-Seen-Lands