“Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Wir brauchen einen Ausgleich zur Pflicht. Wer nicht genießen kann, hat nichts verstanden.” Dieses Zitat stammt von Nikolaus Hipp, besser bekannt als Claus Hipp – ja, der mit den Gläschen. Was die wenigsten wissen: Neben seiner beruflichen Karriere ist der 1938 geborene Unternehmer seit 1970 als freischaffender Künstler tätig. Er ist Musiker und ausgebildeter Maler. Von 1959 bis 1970 absolvierte er eine künstlerische Ausbildung an der Münchner Kunstschule und war dort Meisterschüler von Heinrich Kropp. Seit heute und noch bis Mitte September sind seine Bilder in der Galerie Marschall in Bernried zu sehen.
Martina Marschall, die den Künstler seit vielen Jahren als Galeristin vertritt, schreibt zur aktuellen Ausstellung: „Nikolaus Hipp hat sich in vielen Texten und Reden immer wieder auf seinen geschätzten und verehrten Lehrer bezogen. Ihm verdanke er nicht nur das Rüstzeug, das ein guter Maler brauche, sondern auch die philosophische Sicht, die für das kreative Tun unerläßlich sei. Nikolaus Hipp holt seine Anregungen für die Malerei aus der Natur, ihn interessiert die Darstellung ihrer Bildekräfte: also das Wehen des Windes, das Fliessen des Wassers, das gleissende Sonnenlicht, die Kraft, die hinter allem Wachsenden und Blühenden in der Natur steckt. Er weiß, dass die abstrakte Bildsprache geeignet ist, um eben solche dynamischen Vorgänge in der Natur sichtbar zu machen. Die Farbigkeit und die Dynamik seiner Ölbilder erinnert aber immer auch an Musik, Hipp spielt Oboe im Münchner Behördenorchester und malt Klangfiguren in seine abstrakten Bilder. Der Maler will ausdrücklich Schönes schaffen, seine Farbwelten schaffen Fluchtwege aus der Alltagswelt, sind Inseln für das Auge und können uns wieder zur Ruhe bringen und in Ausgeglichenheit versetzen.“
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