Mit Kunst gegen die Kälte: Eine Tour durch Museen und Galerien

Was soll man tun an diesem verregneten und eisig kalten Ferienwochenende? Man könnte zum Beispiel einige Ausstellungen im Fünfseenland besuchen. Hier eine kleine Auswahl:

In der Schalterhalle des Starnberger Bahnhofs am See ist auch an diesem Wochenende im Rahmen der Reihe ”nah – fern” die sehenswerte Ausstellung von Renate Gehrcke und Rosa Maria Krinner geöffnet: von Freitag bis Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Im Museum Starnberger See, dem ehemaligen Starnberger Heimatmuseum, ist neben der Dauerausstellung zur höfischen Schifffahrt und zum bäuerlichen Leben am See die Sonderausstellung „Landlerisch“ zu besichtigen.

Im historischen Possenhofener Bahnhof lockt das Sisi-Museum mit einer Ausstellung zum Leben der österreichischen Kaiserin, die in Possenhofen aufgewachsen ist (Öffnungszeiten Freitag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr).

In der Pöckinger „Galerie Ammann“, wo der Nachlass des 2001 verstorbenen Bildhauers Helmut Ammann gezeigt wird, ist die aktuelle Ausstellung „Profile“ zu sehen, allerdings nur nach telefonischer Voranmeldung unter 08157-8137.

Das Dörflein Bernried ist seit einigen Jahren ein Eldorado für Kunstinteressierte: Die Mondscheinfahrt mit dem Schiff zum Buchheim-Museum an diesem Samstagabend (für alle Fußball-Ignoranten) ist leider schon ausverkauft – und ob der Mond sich sehen lässt, ist ohnehin fraglich. Am Sonntag aber verwandelt sich das Museum tagsüber in eine japanische „Kulturpromenade“: Es gibt Vorführungen zur japanischen Keramik und zur Pinsel-Kalligraphie. Um 12 Uhr beginnt eine Spurensuche zum Japonismus im Museum, um 14 Uhr gibt es den Drei-Trommel-Tanz zu sehen und um 15 Uhr eine japanische Teezeremonie.

Ebenfalls in Bernried zeigt Martina Marschall in ihrer Galerie eine Ausstellung unter dem Titel Schwarz-Weiß. Zu sehen sind Arbeiten von Willi Baumeister, Herbert Bauer, Max Beckmann, Marion Bembé, Ursula Correns, Eva Graml-Lösche, Nikolaus Hipp, Franz W. Pichler, Giuseppe Santomaso, Leonhard Schlögel, Johannes von Stumm, Ulrike Schulz, Kurt Steinacher, Hans Uhlmann, Emilio Vedova, Fritz Winter und Petra Winterkamp. Am Wochenende ist die Galerie Marschall von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Zeitgenössische Kunst gibt es auch an der Südspitze des Sees: In den Galeriegängen der Seeresidenz Alte Post in Seeshaupt ist noch bis zum 20. Juli die Ausstellung „Traumwelten“ mit Bildern des Künstlers Iring de Brauw zu sehen.

Wer jetzt noch nicht genug hat, fährt vielleicht noch ein Stückchen weiter Richtung Süden ins Franz-Marc-Museum nach Kochel: Dort wurde die aktuelle Ausstellung mit Druckgrafiken von Franz Marc und Per Kirkeby bis zum 9. Juni verlängert. Die Monotypien und Holzschnitte des dänischen Künstlers Per Kirkeby lenken in der Gegenüberstellung den Blick auf besondere Charakteristika im grafischen Werk Marcs, denn beide Künstler schaffen Werke, deren »kristalline«, sich überlagernde abstrakte Strukturen einzelne figurative Elemente umfassen und sie in den »Rhythmus der Natur« einfließen lassen. Das Museum ist montags geschlossen und sonst jeden Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Noch länger, nämlich bis 21 Uhr, ist das Spassbad Trimini in Kochel geöffnet, wo man nach so viel Kunst in heißes oder kaltes Wasser eintauchen kann.

Über den Autor

Katja Sebald

Katja Sebald (ks)

Autorin, Journalistin und Übersetzerin, studierte in München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Bayerische Kirchengeschichte und Italienische Philologie

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